Presseberichte rund um ebert uhren Frankfurt

50 Jahre Uhrmachermeister in Laage

Das Uhrmacherhandwerk bestimmt den beruflichen Alltag der Familie Ebert.

Durch fachliches Können, Qualitätsarbeit und Kundendienst ist die Firma zwischenzeitlich über die Region Güstrow hinaus bis in das Zentrum von Frankfurt am Main bekannt.

Den Grundstein für diese Traditionslinie legte der am 03. Februar 1941 in Magdeburg geborene Dietmar Ebert. Durch die Kriegswirren kam die Familie nach Lenzen (Elbe), wo er bis 1960 lebte, Uhrmacher lernte, dort zwei Jahre blieb und dann auf „Wanderschaft“ nach Thüringen ging.

Bei erfahrenen Handwerksmeistern in Weimar und Eisenach vervollständigte er seine Kenntnisse und absolvierte am 29. März 1963 seinen Meisterabschluss.

In diesem Jahr feiert er sein 50jähriges Meisterjubiläum und wurde von der Handwerkskammer Schwerin mit dem „Goldenen Meisterbrief“ ausgezeichnet.
Auf der Suche nach Arbeit schlug ein Freund ihm vor, sich selbständig zu machen. Die fachlichen Voraussetzungen waren vorhanden und in Laage gab es in der Breesener Straße 53 ein Uhrmachergeschäft, aber keinen Uhrmacher. 28 Jahre wirkte er dort.

So begann Dietmar Ebert seine Selbständigkeit. Mit vier Beschäftigten bestand eine gute Auftragslage. Seit 1965 verkaufte er als Kommissionshändler der Konsumgenossenschaft Uhren, später auch Schmuck. In den Jahren 1963 bis 1990 führte er mit seinen Mitarbeitern Vollreparaturen an Uhren aller Art durch. In der DDR hatten die Reparatur und die Dienstleistung einen hohen Stellenwert. Dies brach fast völlig zusammen. Mit der Wende veränderten sich auch für den anerkannten Handwerksmeister die Bedingungen. Er stand vor neuen Möglichkeiten, aber auch neuen Anforderungen und Problemen. Mit der Währungsunion 1990 war der Kommissionshandel beendet und die Auftragslage für die Werkstatt ging fast auf Null zurück. Es war für den erfahrenen Handwerksmeister eine Zeitgroßer Herausforderungen.

Innerhalb von sechs Monaten mussten drei Beschäftigte entlassen werden. Gleichzeitig wurde im September 1990 begonnen, das neue Geschäft am heutigen Standort aufzubauen. Nach umfassenden Renovierungs- und Umbauarbeiten wurde aus dem ehemaligen HO-Delikatladen das heutige moderne Geschäft mit Werkstatt. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Verkauf von Uhren und Schmuck.

Auch Ehefrau Antje hat zeitweise im Geschäft mit gearbeitet. Heute ist Tochter Claudia Grunewald dabei. In Güstrow am 31. August 1968 geboren und in Laage aufgewachsen, lernte sie Fachverkäuferin. Große Berufserfahrungen sammelte sie in Berlin. Dort absolvierte sie die Qualifizierung als Verkaufsstellenleiterin und wirkte erfolgreich in dieser Funktion in der bekannten Berliner Einkaufsstraße Frankfurter Allee. Nach der Wende kehrte sie zurück, begann bei ihrem Vater und qualifizierte sich such Handelsfachwirtin.

Ihr Bruder Thomas hatte beim Vater Uhrmacher gelernt und blieb bis 1989 bei ihm. Mit der Grenzöffnung ging er nach Frankfurt am Main, wo gute Uhrmacher gefragt waren, und Thomas Ebert gehörte zu diesen. Er selbst sagt: „ Mein Vater und der chronische Ersatzteilmangel in der DDR waren meine Lehrmeister. Statt Werke zu tauschen, habe ich die Uhrmacherei noch von Grund auf gelernt.“ Seine gründliche Ausbildung kam ihm dabei sehr zugute. In den Folgejahren lernte er alle berühmten Marken und Kaliber kennen, von Andemars, Piquet und Blancpain über Cartier und Ebel bis Omega, Rolex und Patek Philippe. Im Januar 1995 absolvierte er seinen Meisterabschluss und gründete mit „Ebert Uhren“ seine eigene Firma. Zu finden im Goldenen Rad am berühmten Frankfurter Römer.

Es gibt in der sympathischen Familie aber auch Kinder, die einen anderen beruflichen Weg gingen. So ist Susanne Diplom-Betriebswirtin und selbständige Unternehmerin und Janet Staatlich geprüfte Betriebswirtin in Frankfurt am Main.

Seine Freizeit verbringt Dietmar Ebert am liebsten auf dem Wasser. 1985 begann er mit dem Segeln, nimmt bis jetzt an Regattawettbewerben teil und ist Mitglied im SSV Einheit Teterow.

Politisch engagierte er sich seit 1970 als Mitglied der NDPD, war Ortsvorsitzender in Laage und zehn Jahre ehrenamtliches Ratsmitglied. Seit Übernahme der Partei in die FDP ist er auch hier weiterhin aktives Mitglied und FDP-Fraktionsvorsitzender in der Stadtvertretung Laage.

Mit dem 30.06.2013 beendet Dietmar Ebert offiziell seine berufliche Tätigkeit und übergibt seiner Tochter Claudia Grunewald das Geschäft.

1. Bericht (www.tutima.de)
"Mit der Tutima-Yacht über den Atlantik"

2. Bericht (www.tutima.de)
"11 Tonnen schwere Tutima rollte durch Deutschland"


3. Uhren Magazin 6/2002, Seite 94 bis 95
"Rat und Tat im Goldenen Rad"

4. Faszination Zeit
"Perfektion - Präzision - Raffinesse - Harmonie"