USA – Europa: Das Segelereignis des Jahres Mit der TUTIMA-Yacht über den Atlantik

Wie ein Tutima-Konzessionär und Uhrmacher sein Rennen machte

TUTIMA-Yacht

Jules Verne schrieb den Roman „20.000 Meilen unter'm Meer“. Thomas Ebert (36) hat jedoch echte 20.000 Meilen auf dem Meer zurückgelegt. Davon kürzlich 3.600 Seemeilen mit der TUTIMA-Yacht, anlässlich der Daimler Chrysler North Atlantic Challenge 2003 von Newport, Rhode Island (USA), quer über den Atlantik bis Cuxhaven und dann nach Hamburg.

Zwischen Ebert und der Uhrenmarke Tutima passt einfach alles: Der gebürtige Rostocker ist seit 1984 Uhrmacher, seit 1995 Meister, hat ein Geschäft am Frankfurter Römerberg und ist Tutima-Konzessionär. Thomas Ebert bildete sein Personal (drei Uhrmacherinnen) selbst aus und widmet buchstäblich jede freie Minute seiner Leidenschaft – der TUTIMA-Yacht, auch „Tom's Kahn“ genannt. Das 12,35 m lange Boot vom Typ „Hanse 411“ liegt in Greifswald an der Ostsee, wo es gebaut wurde.

Thomas Ebert

Um an der Atlantik-Regatta von USA nach Deutschland teilnehmen zu können, verkaufte Ebert nicht nur viele Uhren, sondern auch sein eigenes Auto. „Der große Segeltörn kostete 75.000 Euro“, sagt der Uhrmachermeister. Sieben Wochen war Ebert dafür unterwegs, davon 25 Tage, zwei Stunden und vier Minuten auf dem Wasser. Hilfreich waren dabei, die Mitarbeiter, die das Geschäft weiter führten, Tutima, die Bootswerft und der Segelmacher.

Und es geht weiter. „Wir tunen das Schiff noch schneller“, sagt Ebert, „2004 starten wir bei allen großen Regatten in der Ostsee – Kieler Woche, Warnemünder Segelwoche, Hanse-Sail, Hanse-Cup, Rund um Bornholm.“

TUTIMA DI 300 (Ref. 629-12)

Die Daimler Chrysler North Atlantic Challenge über den Atlantik, mit der der Hamburgische Verein Seefahrt seinen 100. Geburtstag feierte, war ganz sicher ein besonderer Härtetest für die Yacht und ihre sechsköpfige Crew, darunter eine Frau. Es gab Wasser im Schiff und Prellungen. Eine Yacht sank, acht gaben im Sturm auf. „Tom's Kahn“ – mit einem Bild der Tutima Taucheruhr DI 300 am Rumpf – und die sechs Crew-Uhren gleichen Typs überstanden das Atlantik-Abenteuer gut. Bei der andauernden Segelleidenschaft des Rostocker Uhrmachers aus Frankfurt wird die TUTIMA-Yacht noch bei manchem internationalen Rennen starten.